A-Moll-Akkord Gitarre - So greifst du ihn perfekt!

Gebhard Funk .

11. April 2026

Gitarrengriffbilder zeigen Am, Em, Dm, Cm, Am7 und Em7. Lerne, wie man jeden Akkord am Gitarre greift.

Der A-Moll-Akkord gehört zu den ersten Griffen, die auf der Gitarre wirklich sitzen müssen. Wer ihn sauber greifen kann, bekommt nicht nur einen der wichtigsten offenen Akkorde in die Hand, sondern versteht auch sofort, wie Dreiklänge, Saiten, Bünde und Akkordsymbole zusammenhängen. Ich zeige dir hier den Griff Schritt für Schritt, erkläre die Töne hinter dem Akkord und gebe dir eine kurze Übe-Routine, mit der der Wechsel deutlich leichter fällt.

Die wichtigsten Punkte zum A-Moll-Griff auf einen Blick

  • Der offene Am wird mit Zeige-, Mittel- und Ringfinger auf der H-, D- und G-Saite gegriffen.
  • Die tiefe E-Saite lässt man im Standardgriff meist weg, damit der Akkord klar und kontrolliert klingt.
  • Der Akkord besteht aus den Tönen A, C und E; das C ist die kleine Terz und macht den Mollklang aus.
  • Typische Probleme sind Schnarren, zu flache Finger und ein zu harter Anschlag über zu viele Saiten.
  • Besonders sinnvoll sind die Verbindungen zu C, G, E und Dm, weil sie den Griff im echten Spiel sofort nützlich machen.

Gitarrengriffe für verschiedene Akkorde, wie z.B. ein A-Dur-Akkord am Gitarre, werden gezeigt.

So greifst du den A-Moll-Akkord sauber

Ich würde für den Einstieg immer die klassische offene Form nehmen, weil sie logisch aufgebaut ist und schnell zu sauberem Klang führt. Setze den Zeigefinger auf den 1. Bund der H-Saite, den Mittelfinger auf den 2. Bund der D-Saite und den Ringfinger auf den 2. Bund der G-Saite. Der Daumen bleibt locker auf der Rückseite des Halses, damit die Fingerkuppen senkrecht auf die Saiten kommen.

  1. Platziere den Zeigefinger dicht hinter dem 1. Bund der H-Saite.
  2. Setze den Mittelfinger auf den 2. Bund der D-Saite.
  3. Setze den Ringfinger auf den 2. Bund der G-Saite.
  4. Runde alle Finger leicht, damit nur die jeweilige Saite gedrückt wird.
  5. Schlage von der A-Saite abwärts an und lass die tiefe E-Saite zunächst weg.

Wichtig ist nicht Kraft, sondern Winkel. Wenn der Ton schnarrt, liegt das Problem meistens nicht an zu wenig Druck, sondern daran, dass ein Finger zu flach aufliegt oder zu weit vom Bundstäbchen entfernt ist. Wer den Griff locker aufbaut, bekommt ihn später auch schneller gewechselt. Sobald das sitzt, lohnt sich der Blick auf die Töne, die in diesem Akkord eigentlich klingen.

Welche Töne im Griff wirklich klingen

Musiktheoretisch ist Am ein Dreiklang aus A, C und E. Das ist klein, aber entscheidend: Das C ist die kleine Terz und macht den Mollcharakter hörbar. Ohne diese Terz wäre der Klang nicht eindeutig Moll, sondern würde seine harmonische Richtung verlieren.

Ton Stufe Funktion im Akkord
A 1 Grundton, auf ihm basiert der ganze Akkord
C b3 kleine Terz, sie macht den Akkord moll
E 5 Quinte, sie stabilisiert den Dreiklang

In der Praxis steckt der Akkord oft in mehreren Lagen gleichzeitig, aber die Bausteine bleiben dieselben. Genau deshalb klingt Am auch in ganz unterschiedlichen Songs sofort vertraut. Außerdem liegt er eng an C-Dur: Die Töne A, C und E gehören beide in denselben Tonvorrat, und das macht den Wechsel zwischen C und Am für viele Spieler so natürlich. Wer das verstanden hat, liest Akkordsymbole später nicht nur mechanisch, sondern musikalisch.

So liest du das Griffbild auf einer Akkordtabelle

Ich verwende hier die deutsche Benennung der Saiten, also H-Saite statt B-Saite. Das ist wichtig, weil viele Anfänger anfangs eher über die Zeichnung stolpern als über den eigentlichen Griff. Ein Akkorddiagramm ist aber recht einfach zu lesen, wenn man die Zeichen sauber trennt.

Symbol Bedeutung Was das bei Am heißt
X Saite nicht anschlagen Die tiefe E-Saite bleibt im Standardgriff meist stumm
O Leere Saite klingt mit Die A-Saite darf offen mitklingen
1 bis 4 Fingerbezeichnung Zeige-, Mittel-, Ring- und kleiner Finger werden durchnummeriert
Vertikale Linien Saiten Links liegen die tiefen, rechts die hohen Saiten
Horizontale Linien Bünde Die oberste Linie markiert den ersten gegriffenen Bund

Wenn du ein Diagramm einmal richtig lesen kannst, erkennst du schnell, warum ein Akkord sauber oder dumpf klingt. Das ist nicht nur Theorie, sondern direkte Spielpraxis: Ein falsches Symbol oder eine falsch verstandene Saite führt sofort zu einem unklaren Klang. Genau an dieser Stelle entstehen auch die häufigsten Anfängerfehler.

Die häufigsten Fehler beim Greifen

Beim Am ist die schlechte Nachricht zugleich die gute: Die meisten Probleme sind leicht zu beheben. Ich sehe immer wieder dieselben Fehler, und fast keiner davon hat mit mangelndem Talent zu tun. Es geht fast immer um Handhaltung, Druckverteilung und den Anschlag.

  • Finger liegen zu flach auf der Saite und dämpfen Nachbarsaiten ab. Lösung: Fingerspitzen stärker aufrichten.
  • Der Griff sitzt zu weit vom Bund entfernt. Lösung: die Finger näher an das Bundstäbchen setzen.
  • Es werden sechs Saiten angeschlagen, obwohl nur fünf klingen sollen. Lösung: die tiefe E-Saite bewusst aussparen.
  • Der Daumen drückt zu hoch am Hals, wodurch die Hand verkrampft. Lösung: den Daumen etwas tiefer und lockerer positionieren.
  • Es wird mit zu viel Kraft gegriffen. Lösung: nur so fest drücken, dass der Ton sauber spricht.

Wenn die H-Saite schnarrt, liegt das Problem oft am Zeigefinger: Er ist entweder zu gerade oder rutscht leicht auf die Nachbarsaite. Ich würde in so einem Fall nicht sofort mehr Druck geben, sondern zuerst die Fingerkrümmung und den Abstand zum Bund überprüfen. Dieser kleine Winkelwechsel bringt meist mehr als jede zusätzliche Kraft.

Welche Akkordfolgen mit Am schnell funktionieren

Der offene A-Moll-Griff ist vor allem deshalb so wichtig, weil er in sehr viele Standardfolgen passt. Ich würde ihn nicht isoliert üben, sondern sofort in kleine musikalische Bewegungen einbauen. Dann lernst du nicht nur den Griff, sondern auch die Funktion des Akkords im harmonischen Ablauf.

Folge Charakter Warum sie nützlich ist
Am - C - G - Am offen, poppig, sehr einsteigerfreundlich Trainiert saubere Wechsel mit ähnlicher Greifhandbewegung
Am - Dm - E - Am klassische Mollkadenz Zeigt die Rückkehr nach Am besonders klar und klingt sofort musikalisch
Am - E - Am reduziert und direkt Gut, um Spannung und Auflösung im Mollbereich zu hören
Am - C - F - G typische Songbewegung Hilft beim Übergang von offenen Akkorden zu etwas anspruchsvolleren Formen

Besonders spannend ist die Verbindung von Am und E-Dur. In vielen Moll-Kontexten erzeugt E-Dur oder E7 eine stärkere Rücklösung nach Am, weil dabei ein führender Ton zur Tonika zieht. Man muss das nicht sofort in seiner ganzen Theoriebreite ausreizen, aber man hört sehr schnell, dass dieser Wechsel dem Akkord eine klare Richtung gibt. Genau deshalb ist Am nicht nur ein Griff, sondern auch ein guter Einstieg in harmonisches Hören.

So übst du den Griff in fünf Minuten pro Tag

Für den Lernerfolg zählt bei diesem Akkord nicht die Dauer, sondern die Wiederholung mit Kontrolle. Ich empfehle eine kurze Routine, die du täglich spielen kannst, ohne dich zu verausgaben. So baut sich Muskelgedächtnis auf, ohne dass die linke Hand verkrampft.

  1. Baue den Griff fünfmal langsam neu auf, ohne zu schlagen.
  2. Spiele jede klingende Saite einzeln an und prüfe, ob sie sauber trägt.
  3. Schlage Am viermal langsam im gleichmäßigen Rhythmus an.
  4. Wechsle zehnmal zwischen Am und C oder zwischen Am und E.
  5. Steigere das Tempo erst, wenn der Klang in ruhiger Lage sauber ist.

Ich halte es für sinnvoller, zwei Minuten präzise zu üben als zehn Minuten gegen denselben Fehler anzukämpfen. Wenn ein Wechsel noch stockt, verlangsamen sich die Fingerbewegungen automatisch und werden dadurch oft sauberer. Ein sauberer Akkord entsteht fast immer aus Ruhe, nicht aus Hektik. Wer das verinnerlicht, merkt schnell, dass Am nicht mehr wie eine Fingerübung wirkt, sondern wie ein echter Baustein für Songs.

Was dir ein sauberer Am-Griff als Nächstes ermöglicht

Wenn der offene A-Moll-Griff sitzt, öffnet sich ein ziemlich praktisches Lernfeld: Du kannst viele erste Lieder spielen, einfache Kadenzen verstehen und Übergänge zwischen Dur und Moll besser hören. Aus meiner Sicht ist genau das der Punkt, an dem Gitarrenspiel musikalisch wird und nicht nur technisch bleibt.

  • Der Wechsel zu C und G wird deutlich natürlicher.
  • Du bekommst ein besseres Gefühl für die Mollfarbe im Song.
  • Du kannst erste Begleitungen mit vier Akkorden spielen, ohne ständig neu anzusetzen.
  • Du verstehst schneller, warum manche Songs spannender klingen als andere.

Für den nächsten Schritt würde ich Am immer mit einem zweiten oder dritten offenen Akkord kombinieren und dabei auf saubere Saitenführung achten. Wenn der Griff klar klingt und die Wechsel nicht mehr stocken, hast du einen der wichtigsten Grundakkorde wirklich im Zugriff. Genau dann lohnt sich der Blick auf weitere Moll- und Durgriffe, weil dein Ohr und deine Hand schon die richtige Basis haben.

Häufig gestellte Fragen

Schnarren entsteht oft, wenn Finger zu flach aufliegen, Nachbarsaiten dämpfen oder zu weit vom Bundstäbchen entfernt sind. Achte auf aufgerichtete Fingerspitzen und platziere sie näher am Bund. Auch zu wenig Druck oder ein falscher Anschlag können Ursachen sein.
Im Standardgriff schlägst du die A-, D-, G-, H- und hohe E-Saite an. Die tiefe E-Saite (die dickste) wird ausgelassen, um einen klaren und sauberen Klang zu gewährleisten. Ein "X" im Griffdiagramm bedeutet, diese Saite nicht anzuschlagen.
Ja, es gibt verschiedene Voicings für A-Moll, auch als Barré-Akkord. Für Anfänger ist die offene Form jedoch am besten geeignet, da sie die Grundlage für das Verständnis von Dreiklängen und Saiten bildet und einen schnellen Lernerfolg ermöglicht.
A-Moll harmoniert hervorragend mit C-Dur, G-Dur, E-Dur (oder E7) und D-Moll. Diese Akkordfolgen sind typisch und ermöglichen dir, schnell erste Songs zu spielen und die Funktion des Akkords im musikalischen Kontext zu verstehen.
Regelmäßigkeit ist wichtiger als Dauer. Eine kurze, kontrollierte Übungsroutine von 5 Minuten täglich ist effektiver als lange, frustrierende Sessions. Konzentriere dich auf sauberen Klang und langsame Wechsel, bevor du das Tempo erhöhst.

Artikel bewerten

Durchschnitt: 0.0 / 5 · 0 Bewertungen

Tags

akkord am gitarre a-moll-akkord gitarre lernen am-akkord greifen anfänger
Autor Gebhard Funk
Gebhard Funk
Ich bin Gebhard Funk und beschäftige mich seit über 15 Jahren intensiv mit der Musikwirtschaft, Technik und Musikpädagogik. In dieser Zeit habe ich umfassende Analysen des Marktes durchgeführt und mich als Fachredakteur auf die neuesten Entwicklungen in diesen Bereichen spezialisiert. Mein Ziel ist es, komplexe Daten und Trends verständlich zu machen, damit Leser die Zusammenhänge besser nachvollziehen können. Ich bringe eine objektive Perspektive in meine Arbeiten ein, die auf gründlicher Recherche und Faktenprüfung basiert. Durch meine langjährige Erfahrung in der Branche habe ich ein tiefes Verständnis für die Herausforderungen und Chancen, die sich in der Musikwirtschaft ergeben. Ich setze mich dafür ein, meinen Lesern aktuelle und verlässliche Informationen zu bieten, um sie in ihren Entscheidungen zu unterstützen und zu informieren.

Kommentare (0)

Kommentar hinzufügen